In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die baskische Wirtschaft tiefgreifend gewandelt und modernisiert. Es fand ein Prozess der industriellen Diversifikation und der Auslagerung in der Wirtschaft statt. Gleichzeitig wurden sehr hohe, über dem EU-Durchschnitt liegende Wachstumsraten in Wirtschaft und Beschäftigung verzeichnet, was zu einer Annäherung hinsichtlich des pro-Kopf Einkommens führte.
Diese Transformation lässt sich aufgrund des Zusammenflusses verschiedener institutioneller und wirtschaftlicher Faktoren erklären. Hierbei sind besonders die öffentlichen Massnahmen, die durch die Wiedererlangung des Statutes und des Wirtschaftsabkommens, sowie die Auslandsöffnung als Resultat der Eingliederung in das europäische Projekt hervorzuheben, deren letzte Phase des Beitritts zur Währungsunion einen klaren, zinssatzabhängigen Wettbewerbsvorteil mit sich brachte, der dem Wachstum der baskischen Wirtschaft zugute kam.
Aber zu Beginn dieses Jahrzehnts erschöpfte sich die Auftriebskraft dieser Faktoren. Das Lohn-und Gehaltsniveau des Baskenlandes näherte sich dem vieler Regionen Frankreichs und Deutschlands an, während es nun die neuen Wirtschaften der Länder der Osterweiterung sind, die die Aussicht haben den Wettbewerbsvorteil hinsichtlich der Kosten und der Versorgungsmöglichkeit der Märkte in Zentraleuropa zu übernehmen.
Folglich wurde die Formulierung einer neuen Wirtschaftstrategie notwendig, mit dem Ziel die sogenannte zweite Wirtschaftstransformation des Baskenlandes in Angriff zu nehmen. Eine Gesellschaft, die den wirtschaftlichen Entwicklungstand erreicht hat, den die baskische Gesellschaft heute geniesst, kann nicht länger eine Zukunft planen mit Blick auf die Übernahme fremder Technologien und Kostenvorteile, sondern sie muss sich der Herausforderung der Innovation, der Qualität und der Wissensschaffung stellen.
Diese zweite wirtschaftliche Transformation des Baskenlandes basiert auf drei Achsen: der Schaffung einer Gesellschaft der Information und des Wissens, das Baskenland zu einem Referenzpunkt für Forschung und Technologie innerhalb Europas zu machen und dem Prinzip der Gesamtqualität als Führungsform der Organisationen.
Die zweite wirtschaftliche Transformation des Baskenlandes (pdf 882 Kb) (Englisch)
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