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Der im Baskenland bereitete Wein stammt fast ausschließlich aus der Rioja Alavesa, eines der drei Weinbaugebiete mit Qualifizierter Ursprungsbezeichnung Rioja. Die Güte dieser Weine ist diversen Faktoren zu verdanken, darunter besonders günstige Voraussetzungen für den Weinbau, die angebauten Rebensorten und das für Anbau und Bereitung von Wein günstige gesellschaftlich-wirtschaftliche Umfeld, da es sich, auch international, um eines der Gebiete handelt, in denen Weinbau mit besonderer Hingabe betrieben wird.
Die Weinanbaufläche der Rioja Alavesa beziffert sich auf 12.378 Hektar, das entspricht 20,5% der gesamten Anbaufläche unter dem Schutz der Qualifizierten Ursprungsbezeichnung Rioja, aus der im vergangenen Jahr 2004 77 Mio. Liter Wein bereitet wurden. Das sind 7,3% mehr als im Vorjahr, wobei die Weinernte vom Consejo Regulador (spanischer Rat für Herkunftsbezeichnungen und Gütesiegel) als hervorragend bewertet wurde. Auf Rotweine entfallen 93% des Umsatzes, gefolgt von Weißweinen (4%) und Roséweinen (3%). Aufbauweine finden den besten Absatz (43%), in kurzem Abstand gefolgt von jungen Weinen (38%). Reserva-Weine (ausgewählte Weine) brachten es auf 16%, 3% entfielen auf Grandes Reservas (Spitzenweine).
Der Umsatz hat den Rückgang des Weinkonsums um 2 % in Spanien gut verkraftet, und seine Präsenz auf internationalen Märkten, vor allem Großbritannien und Frankreich, nimmt zu.
Die mehr als 200 Weinfachunternehmen in Süd-Álava erzeugen ein Drittel der unter dem Schutz der Ursprungsbezeichnung Rioja stehenden Produktion.
Die drei Weinbaugebiete - Álava, La Rioja und Navarra - zusammen genommen hatten ein Wachstum von 6,3% zu verzeichnen, und ihr Umsatz mit 251 Mio. Litern erreichte einen historischen Rekord. Dieses Spitzenergebnis des Weinfachs in Álava ist in erster Linie der großen Akzeptanz der Aufbauweine mit mehr als 40 % des Umsatzes zu verdanken. Im vergangenen Jahr schnellte der Vertrieb um 11 % auf 32 Mio. Liter hoch, so dass der Umsatzrückgang bei Reservas und Gran Reservas in etwa wettgemacht werden konnte.
Einer von der Gesellschaft ACNielsen im Auftrag des Consejo Regulador erstellten Untersuchung zufolge haben Riojaweine 2004 ihre führende Marktstellung mit einem Anteil von 40,3% am Gesamtumsatz von Weinen mit Ursprungsbezeichnung ausgebaut. Danach und nach vom Consejo Regulador, ausgehend von der Überwachung von Gegenetiketten, erstellten Statistik erreichte der Gesamtumsatz der Rioja auf dem spanischen Markt 182,27 Mio. Liter, das entspricht einem Zuwachs von 7% im Vergleich zu 2003.
Nach einer Untersuchung des Sparkassenverbandes Baskenland-Navarra hat sich die Weinproduktion in den letzten dreißig Jahren verdreifacht und erreichte in der Zeit von 1996 bis 2000 im Schnitt 66 Mio. Liter jährlich, verglichen mit den 20 Mio. Litern der siebziger Jahre; im Jahr 2000 wurden bereits 84,2 Mio. Liter Wein zubereitet.
Die Steigerung der Tätigkeit im Weinfach war die Folge der Erweiterung der Zielmärkte der Weine. Die Vertriebsleistung der Weinbauindustrie hat sich damit von durchschnittlich 14 Mio. Liter jährlich in den siebziger Jahren auf 50 Mio. im Jahresdurchschnitt von 1996 bis 2000 fast vervierfacht. Dieser Zuwachs ist nicht nur dem traditionellen Kunden, dem baskischen Verbraucher, zu verdanken, sondern er ist die Folge des kräftigen Zuwachses der Exporte in die Länder der Europäischen Union; auf sie entfallen derzeit mit 15 Mio. Litern im Jahresdurchschnitt von 1996 bis 2000 30 % des Umsatzes.
Den Angaben des Sparkassenverbandes zufolge gehören 591 Unternehmen zur Weinfachindustrie, in der 1.532 Arbeitnehmer beschäftigt werden. Das entspricht 8 % aller in der baskischen Agrar- und Ernährungswirtschaft Beschäftigten.
Bezogen auf die Nachfrage ist den Angaben der Studie zu entnehmen, dass im Baskenland jährlich 110 Mio. Liter Wein, verglichen mit 140 Mio. Litern Anfang der neunziger Jahre, konsumiert werden; das sind fast 9 % des spanischen Gesamtverbrauchs. Dieser Verbrauch übersteigt die im Baskenland produzierte Menge Wein, es besteht also ein Weindefizit. Vom baskischen Verbraucher geht die stärkste Nachfrage nach Rioja-Weinen aus, wobei Weine der Rioja Alavesa besonders gefragt sind. Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist nach wie vor das Bollwerk des Rioja-Weins, denn über Bars und Restaurants werden 69 % des Umsatzes abgewickelt, gegenüber 31 % im Handel.
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